Caponata siciliana

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Da jetzt Auberginen, Tomaten und Zucchetti Saison haben, wäre eine Caponata genau das richtige. Es ist ein typisches sizilianisches Gericht das es, wie jede regionale Spezialität, in verschiedene Variationen gibt. Was nicht fehlen darf sin Auberginen, Zwiebeln, Mandeln oder Pinienkerne und Essig. Es wird warm oder kalt gegessen, als Vorspeise oder Beilage für Fisch, Fleisch, Reis oder Teigwaren.

Ich habe es letzten Sonntag zubereitet als Beilage zu grillierte Sparerips und Kartoffelgratin. Mmm … es war sehr lecker.

 

Und das ist das Rezept für 4 – 6 Personen:

2 Auberginen

2 zarte Selleriestangen, in kleine Würfel geschnitten

2 Zucchetti

1 rote Paprika

200 g Tomaten, geschält und entkernt

1 Zwiebel, klein gehackt

60 g ca. Oliven (grüne oder schwarze), ohne Kern, in Scheiben geschnitten

50 g ca. Kapern (nicht salzige)

40 g ca. Mandeln (geschälte und gehackt) oder Pinienkerne

1 Birne oder Apfel, in kleine Würfel geschnitten

½ dl Weisswein-Essig

50 g Zucker

Zimt- und Nelkenpulver

Salz

Olivenoel

2 hart gekochte Eier zur Dekoration

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Die Auberginen klein würfeln und in einer Schüssel mit etwas Wasser und wenig Salz geben. Etwa ½ Stunde stehen lassen. Dies entzieht die Bitterstoffen der Aubergine und sie wird auch weniger Fett beim Braten aufsaugen.

In der Zwischenzeit, die Sellerie, Zucchetti, Paprika und Tomaten in kleine Würfeln schneiden.

Die Auberginen vom Wasser nehmen, gut ausspülen und mit Küchenpapier abtrocknen.

In einer beschichteten Bratpfanne genügend Olivenoel erhitzen und die Aubergine-Würfeln leicht goldig anbraten. Auf einem Teller mit Küchenpapier geben und beiseite stellen.

In der gleichen Pfanne mit dem restlichen Oel wo die Auberginen gebraten wurden (wenn nötig noch ein wenig Oel dazu geben) die Sellerie- und Zucchettiwürfeln leicht goldig anbraten. Auf einem anderen Teller mit Küchenpapier geben und beiseite stellen.

Immer noch in der gleichen Pfanne (ev. ein wenig Oel dazugeben) die Zwiebel glasig anbraten, Paprika und Tomate dazu geben. Nach ca. 5 Minuten, Oliven, Kapern, Mandeln oder Pinienkernen, Birne oder Apfel, Essig und  Zucker beifügen. Während 15 – 20 Minuten auf niedrige Temperatur köcheln lassen (das Gemüse sollte nicht zu weich werden sondern noch ein wenig Biss haben).

Mit Salz, Zimt- und Nelkenpulver würzen; Aubergine, Zucchetti und Sellerie beifügen und umrühren. Weitere 5 Minuten köcheln lassen.

Auf eine Platte legen und mit Ei-Scheiben dekorieren.

 

Buon appetito!

 

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Venusmuscheln „a la Marinera“

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Das ist mein Lieblings-Gericht aus meiner Region, Galicia. Es wird zwar auch in vielen anderen Regionen Spaniens gekocht, aber etwas anders (andere Gewürze, schärfer, die Sauce mit Brot eingedickt, usw.). Es gibt wahrscheinlich so viele Rezepte für dieses Gericht wie Köche. Dieses Gericht ist als Tapa oder Vorspeise für 4  Personen gedacht. Dazu wird Weissbrot oder Baguette serviert.

1 kg. Venusmuscheln

2 Zwiebeln, gehackt

2 Knoblauchzehen, gehackt

1 Teelöffel Paprikapulver

wenn man etwas schärfe mag kann man etwas gehackte Guindilla (spanische scharfe Paprika = italienischen Peperoncino) dazugeben

wenn man eine dickere Sauce haben will, muss man jetzt 1/2 – 1 Esslöffel Mehl beifügen (ich bevorzuge es ohne Mehlbeigabe)

3 reife Tomaten, enthäutet und kleingehackt (oder geraffelt)

1 dl Weisswein

Petersilie, 3 Stiele, kleingehackt; viele Petersilien-Blätter, kleingehackt

2 Lorbeerblätter

Salz und Pfeffer

Oel

Die Muscheln gut waschen. Für ca. 1 Stunde in leicht gesalzenes Wasser stehen lassen, um den Sand raus zu bekommen (wenn die Muscheln aus einer Zucht sind, werden sie kaum Sand haben).

Um keine böse Ueberraschungen (schlechte Muscheln oder voll mit Sand)  zu erleben, werden die Muscheln zu erst in einer Pfanne mit 1 dl Wasser und 1 Lorbeerblatt 3 Minuten lang gekocht. Dieses Wasser nicht weggiessen (aber durch einen feinen Sieb passieren, wegen den Sand), da es vielleicht nützlich sein kann um die Sauce zu verdünnen.

In einer Pfanne die Zwiebel glasig anschwitzen; Paprikapulver beifügen und kurz (ACHTUNG: nicht verbrennen lassen, wird sonst bitter) anschwitzen lassen, dann die Tomaten dazu geben und kurz anschwitzen; Knoblauch, Petersilienstiele und Lorbeer dazu fügen. Den Wein zufügen und kurz verdampfen lassen. Wenn nötig etwas von dem Sud beigeben. Für ca. 15 Minuten köcheln lassen.

Muschel dazu geben, Pfeffern und auf starker Hitze kurz kochen (nur bis alle Muschel aufgehen). Wenn nötig mit Salz abschmecken, aber da die Muscheln in Salzwasser lagen, brauchen sie wahrscheinlich keinen Salz mehr.

Die feingehackte Petersilienblätter darüber streuen und ganz heiss servieren.

Buen provecho!

Ossobuco alla milanese

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Das ist einer meiner Lieblingsgerichte der Italienischen Küche.  Es kann mit einem Safran-Risotto, Polenta oder einfach mit feine Nudeln (Tagliatelle & Co.) serviert werden.

Dieses Gericht wird eigentlich mit Kalbs-Ossibuchi gemacht, aber es kann auch mal vom Schwein sein.

 

Für 4 Personen:

4 Ossibuchi von ca. 4 cm Dicke220px-Veal-shank_thumb.jpg

Salz

1 Esslöffel Mehl ca.

80 gr Bratbutter oder 3-4 Esslöffel Olivenoel

 

Die Ossibuchi ein paar mal am Rand leicht einschneiden, damit sie sich beim anbraten nicht verziehen.

Das Fleisch salzen und in Mehl wenden. In einer Gusseisenpfanne die Butter erhitzen, das Fleisch nebeneinander legen und auf beiden Seiten anbraten. Dann auf einen Teller legen und beiseite lassen.

1 Zwiebel, klein gehackt

1 Karotte, klein gehackt

1/2 Sellerie-Stange, klein gehackt

1 Knoblauchzehe, zerdrückt

1 Zweig Majoran oder Thymian

1 Stück Zitronenschale

Salz und Pfeffer

In der gleichen Pfanne etwas Bratbutter erhitzen. Die Zwiebel, die Karotte und die Selleriestange dazu fügen und leicht anbraten; den Knoblauch, die Majoran und die Zitronenschale reingeben und auch kurz anbraten. Mit etwas Salz und Pfeffer würzen und das Fleisch dazugeben.

 

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1 dl Weisswein, trocken

Weisswein dazu fügen und fast komplett verdampfen lassen.

2 reife Tomaten

Fleischboullion

Die Tomaten schälen, ganz fein hacken und beifügen. Zudecken und mit ungefähr 2 dl. Bouillon während         1 ¼ Stunde leise köcheln lassen (oder länger, je nach Qualität des Fleisches). Während des Kochens, nach und nach, etwas Boullion geben um das Fleisch mit genügend Flüssigkeit zu versorgen und um genügend leckere Sauce zu erhalten.

 

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1 Knoblauchzehe, klein gehackt

1 Zitrone, abgeriebene Schale

1 Esslöffel Butter

Zum Schluss, Knoblauch, Zitrone und Butter dazu geben. Umrühren und schon kann es serviert werden.

 

A Guete!

 

Parmigiana di melanzane (Auberginen-Auflauf)

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Das ist ein durch und durch neapolitanisches Rezept. Es nennt sich Parmigiana nicht weil es den Bewohnern von Parma gewidmet wurde, sondern weil der Käse Parmigiano Reggiano benutzt wird.

Für 4 Personen:

4 grosse Auberginen

Salz

Die Auberginen gut waschen und in Scheiben von ca. 1/2 cm schneiden. Salzen und auf eine Platte verteilen (wenn die Platte schräg gestellt wird, dann kann der Saft rausfliesen) für min. 1 Stunde. Dadurch verlieren die Auberginen ihre Bitterkeit.

400 g sehr reife Tomaten, geviertelt und entkernt 

1 Esslöffel Olivenoel

1 kleine Zwiebel, sehr fein gehackt

4 Basilikumblätter

Salz

Die Tomaten im Oel mit der Zwiebel und den Basilikum kurz anbraten; salzen auf niedrige Temperatur 1/2 Stunde köcheln lassen.

Durch einen Sieb passieren (für eine feine Konsistenz).

Die Auberginenscheiben waschen und abtrocknen.

3 Esslöffel Mehl ca.

Olivenoel

50 g Parmigiano Reggiano – Käse

1 Mozzarella

2 Eier, hart gekocht

Olivenoel

Die Auberginenscheiben im Mel wenden, im heissen Olivenoel kurz braten, nur so viel um ein wenig Farbe zu bekommen. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

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In einer geoelte Ofenauflaufform werden nun die restlichen Zutaten  schichtweise gelegt:

Eine Schicht Auberginen mit Parmigiano bestreut,

darauf einige Mozzarellascheiben und Eischeiben,

einige Löffel Tomatensauce darauf verteilen (nicht zu viel, es soll nicht zu nass werden)

Wiederholen bis alle Zutaten verbraucht sind. Mit Tomatensauce abschliessen.

In den auf 180° vorgewärmten Ofen reinstellen und während 30-40 min. kochen lassen

Es kann warm oder kalt serviert werden.

Buon apetito cari miei!

Ensaladilla „für Pati“

Ensaladilla (1) 

Pro Person rechne ich wie folgt:

1 grosse Kartoffel (oder 2-3 kleinere pro Person) schälen, vierteln und in 1/2 cm dicke Scheiben schneiden. In Salzwasser ca. 10 – 15 Minuten kochen. Abtropfen und abkühlen lassen.

1 Handvoll Erbsen, am besten frische oder tiefgefrorene.

1 – 2 Karotten, schälen und in Rädchen oder Würfelchen schneiden.

In einem kleinem Topf ein 1/2 Esslöffel Oel geben und ein kleines Stück Zwiebel darin anrösten, dann die Karotten dazu tun, mit Wasser auffüllen und salzen. Nach etwa 5 Minuten die Erbsen dazu geben und weitere 10 – 15 Minuten köcheln. Abtropfen und abkühlen lassen

1 kleine Zwiebel in Würfel schneiden

1 Dose (ca. 200 g) Thon, abgetropft

1 in Oel eingelegte Paprika (Pimiento del Piquillo) in feine Streifen geschnitten (ein wenig für Dekoration behalten)

 Oliven (ein paar für Dekoration behalten)

 1 Ei hart gekocht (Dekoration)

ev. einige Spargeln (Dekoration)

Alles in einer Schüssel geben und 1 – 2 Esslöffel Mayonnaise, 1 Esslöffel Sonnenblumenoel, 1 Esslöffel Weissweinessig dazu geben und rühren.

Als Dekoration: Eierscheiben, Oliven und Paprikastreifen.

Tip:

Man kann auch Crevetten statt Thon nehmen. Oder Crevetten und Thon.

Ensaladilla (11)

Eigentlich kann man je nach Kühlschrank-Inhalt dazutun oder weglassen was man will: Tomaten, Mais, Essiggurken, Bohnen, etc.

Dieses Rezept ist die leichtere versión der Ensaladilla. Da wo ich herkomme ist viel mehr Mayonnaise und viele Eier (in der Sauce und in der Dekoration) üblich.

A Guete!