Aprikose

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Die Aprikose wird dem Steinobst zugeteilt und ist botanisch gesehen ein Rosengewächs.

Bereits Alexander der Große brachte die Aprikose von China nach Europa und wird heute im Mittelmeerraum vor allem in Italien und Spanien angebaut.

Das weltweit grösste Anbaugebiet für Aprikosen liegt aber in der östlichen Türkei. Es gibt jedoch auch in nördlicher gelegenen Gebieten größeren Anbau dieser Früchte, unter anderem in der niederösterreichischen Wachau, im burgenländischen Kittsee, im Südtiroler Vinschgau und im schweizerischen Kanton Wallis.

In Tibet, Ladakh und Nordpakistan wird traditionell eine kleine Aprikosensorte („Hunza-Aprikose“) angebaut, die dort selbst in sehr großen Höhen bis um die 4000m gedeiht. Die Aprikosen stellen dort eine wichtige Quelle für Vitamine und Öl und neben Sanddorn die einzige Frucht dar. Der Anbau ist möglich, da der Aprikosenbaum im Winter auch sehr tiefe Fröste überleben kann.

Die Aprikosen werden mit oder ohne Stein getrocknet und die Aprikosenkerne gegessen. Das Öl der Aprikosenkerne weist einen intensiven angenehmen Geruch nach Bittermandelöl („Marzipan“) auf. Die Frucht blüht jeweils sehr früh, was den Anbau wegen ihrer Frostempfindlichkeit heikel macht. Geerntet wird sie von Mitte Juni bis Ende August. In der südlichen Mittelmeerregion werden die ersten Früchte bereits ab Ende Mai geerntet, die Hauptsaison endet schließlich im September.

Die Aprikose sollte eine samtige, straffe Haut ohne Grünstich haben und auf leichten Fingerdruck nachgeben; lässt sich (nur reif vom Baum, denn sie reift nach der Ernte nicht nach) roh essen, backen, dünsten,, kochen, schmore, trocknen, in Gläsern einmachen (mit Zuckerlösung, Alkohol, usw.), etc., etc. Die Aprikose lässt sich sehr gut mit Stein ohne Zucker bis 6 Monate, halbiert ohne Zucker bis 8 Monate einfrieren.

 

Walliser Aprikosen

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Die ersten Aprikosen auf dem Markt sind  Orangered, dann folgen Goldrich und Luizet, und schliesslich die spätreifenden Sorten wie Bergarouge und Bergeron.

Die Walliser UR-Aprikose Luizet zeichnet sich durch ein vollkommenes Aroma aus. Wenig Säureanteil machen sie angenehm mild. Das Fruchtfleich hat eine besonders hohe Festigkeit, nicht wie bei andern Sorten, das einem Wässrig erscheint. Nachteil, bei längerem Transport von pflückreifen Luizet können druckstellen unschöne Dellen hinterlassen.

 

Bergarouge

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Ist eine gelungene Kreuzung aus Orangered und Bergeron. Orangered und Bergeron sind Sorten, die vor allem in späten Anbaugebieten ihre Stärke zeigen und sowohl von der inneren als auch der äußeren Fruchtqualität sehr breit empfohlene Sorten im österreichischen Marillenanbau sind. Bergarouge bringt große, leuchtend orange gefärbte Früchte mit intensiv rot gefärbter Backe – sehr attraktiv und geschmacklich sehr gut.

 

Bergeron

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Sie reift Mitte August, ist groß mit rundlicher Form, orange gefärbt und sonnseits gerötet. Wenn reif, ist das Fruchtfleisch sehr saftig, fest und aromatisch gewürzt; manchmal etwas ungleichhälftig reifend; durch ihre späte Reife, ihre sehr breite Verwendbarkeit und ihre gute Manipulations- und Transportfähigkeit ist Bergeron eine der wichtigsten Walliser-Aprikosensorte für den Großhandel.

 

Goldrich

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Sie weist einen sehr gesunden Wuchs auf und bringt frühe, hohe und regelmäßige Erträge mit großen, kräftig orange gefärbten, saftigen und festen Früchten; daher ist Goldrich sehr manipulations- und transportfähig.

 

Hargrand

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Die Frucht ist sehr groß mit feinem Geschmack, orange gefärbt mit auffallend kleinem, gut lösendem Stein und wenig Fäulnisempfindlichkeit. Der Baum wächst mittel bis stark, ist gut im Ertrag und teilweise selbstfruchtbar.

 

Orangered

Diese große Aprikose reift Anfang bis Mitte Juli, ist sehr schön leuchtend orangerot gefärbt, glattschalig, saftig und geschmacklich sehr gut. Der Baum wächst sehr stark, ist widerstandsfähig und bringt gute, etwas verzögerte Erträge.

 

Jenny-Cote

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Diese Aprikose ist knallig orange mit intensiv roten Wangen. Der Geschmack ist zuckersüss mit angenehmer Säure. Die Vollreife Frucht kann einen Zuckergehalt von bis zu 25 % haben. Die Sorte stammt aus Neu Seeland und ist mit Abstand die beste Spätsorte und im Verkauf Ende August bis Mitte Oktober.

In Spanien werden vor allen in den Provinzen Cádiz, Murcia, Valencia und Albacete Aprikosen geerntet. Die Sorten Bulida, Canino, Nancy, Paviot, Moniquí, u. a. sind die bekanntesten.

Die Aprikose ist reich an Vitaminen, insbesondere an Beta-Carotin, einem Antioxydanten, der die Haut vor Umwelteinflüssen und Sonne schützt und die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers stärkt, ausserdem wirkt sie blutbildend, magenberuhigend und verdauungsfördernd. Auch reich in Vitamin A. Gut gegen Augenkrankheiten.

In Europa wurden Aprikosen lange Zeit für Aphrodisiaka gehalten. Aprikosenoel wird, wie Mandeloel, für die Haut gebraucht. In Indochina wird es als antiseptisches Mittel gegen Atemwegserkrankungen eingesetzt. In der chinesischen Medizin wird es gegen Husten und Verstopfung angewendet.

Der Samen liegt in dem Aprikosenstein und sieht aus wie eine kleine Mandel. Er schmeckt bitter und hat ein starkes Marzipan-Aroma. Deshalb kommt er bei der Herstellung von Persipan und Amaretto zum Einsatz. Zerstoßen kann er zum Würzen süßer Speisen verwendet werden. Es gibt auch Sorten, deren Kerne süß wie Mandeln schmecken, zum Beispiel die einiger türkischer Aprikosensorten. Deren Form sieht eher wie ein Säckchen aus, nicht gleichmäßig und flach. Aprikosensamen sind giftig, da sie ca. acht Prozent blausäureabspaltendes Amygladin enthalten (Amygdalin ist eine Substanz, die bei Anwesenheit von Wasser hoch giftige Blausäure freisetzt). Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) rät Verbrauchern deshalb, „nicht mehr als ein bis zwei bittere Aprikosenkerne pro Tag zu verzehren oder völlig auf den Verzehr zu verzichten.

Die japanische Küche kennt eingelegte Aprikosen, die über einen sehr langen Zeitraum genießbar bleiben. In China gilt die Aprikose als Symbol für ein junges Mädchen, aber auch für den Wunsch nach Kindern.

In Oesterreich nennt man sie Marillen. Aus Marillen werden zum Beispiel Marillenknödel hergestellt. Marillenmarmelade ist unverzichtbarer Bestandteil der Sachertorte und wird unter anderem als Füllung der Faschingskrapfen verwendet. Marillen sind auch die Hauptzutat für die Wiener Wäschermädel, eine in der Oesterreichischen Küche bekannte warme Mehlspeise. Ein großer Teil der Ernte wird auch zu Marillenschnaps gebrannt. Sehr beliebt (und teuer) ist ebenfalls Marillenessig. Speziell in der Wachau wird die Marille gezogen und bildet neben dem Weinbau einen weiteren wichtigen Wirtschaftszweig. So handelt es sich bei der Wachauer Marille um eine durch die EU in Europa geschützte Ursprungsbezeichnung. Alljährlich wird in Krems an der Donau das Marillenfest gefeiert, wo es die verschiedensten Spezialitäten mit der Marille als wesentlichsten Bestandteil gibt. Jedes Jahr findet in Spitz an der Donau der Marillenkirtag statt.

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Thymian

 


Der Thymian stammt aus den westlichen Mittelmeerländern, wo er als Zwegstrauch auf Felsen und trockenem Gestein wächst. Es ist nicht leicht die Geschichte dieser mediterranen Pflanze zu verfolgen.

Der lateinische Name Thymus (griechisch: Mut, Kraft) deutet auf seine kräftigende und anregende Wirkung hin. Vor der Schlacht nahmen römische Legionäre Thymianbäder; sie sollten ihnen Mut und Kraft verleihen. Heute belebt ein solches Bad müde Liebende. Bei den alten Griechen und Römer wurde es schon als Würzkraut benutzt. Im alten Ägypten wurde der Thymian bei der Einbalsamierung gebraucht. In Nordeuropa wurde im Mittelalter der Thymian zum Sinnbild der Kraft und des Mutes. Zu dieser Zeit wurde er vor allem in England und Frankreich beliebt, wo er auch heute noch zu den bevorzugten Gewürzen zählt.


Schon im Altertum erkannte man die stark antiseptischen Eigenschaften dieser kleinen, aber zähen Pflanze. Thymian wirkt desinfizierend, schleimlösend und krampfstillend. Er wird vor allem bei Bronchialleiden, Asthma, Erkältungskrankheiten, aber auch bei Verdauungsstörungen sowie Blasen- und Nierenentzündung eingesetzt.

Thymiantee wird vor allem bei Husten, Erkältung und Halsweh verwendet.

Thymian-Öl wird heute noch verwendet als Bestandteil von Hustenmitteln und Arzneimitteln zur Behandlung von Wunden und Entzündungen. Thymian braucht man bei der Herstellung von Zahnpasta und Mundwasser, auch zu Bädern und Umschlägen. Einige bekannte Kräuterliköre kommen nicht ohne den typischen Thymiangeschmack aus.


Thymian ist ein wichtiges Gewürz vieler europäischer Küchen. Er ist besonders typisch für die französische Küche, wo man ihn in der Gewürzmischung Herbes de Provence findet. Der herb würzige Thymian kann für fast alle Speisen – Fleisch, Fisch und Gemüse – verwendet werden.

Es gibt kaum ein Gericht, das mit der Verwendung von Thymian nicht gewinnt. Geschmacklich verträgt sich der Thymian gut mit Lorbeer, Muskat, Rosmarin und Salbei. Er verstärkt auch deren Eigengeschmack, ohne sie zu dominieren.

Thymian gehört unbedingt zu allen fetten Schweinebraten, zu Lamm- und Hammelfleisch, zu selbstgemachten Würsten und Wurstsalat, zu Schmalz und gehaltvollen Pasteten Füllungen, zu Hackfleisch und Schisch-Kebab, zu Wild- und Geflügelragout, Kalbfleisch und Hühnchen. Thymian aromatisiert: Pilz- und Tomatengerichte, Schmorgurken, Rohkost, salzige Quarkspeisen, Gemüsesuppen, Stews, Hülsenfruchtgerichte, kräftige Fleischbrühen, Kräutersaucen, junge Kartoffeln und Kartoffelsalat, Lebergerichte, salzige Omeletts, Aal und Krebsgerichte und frische Muscheln.

Thymian entfaltet sein volles Aroma, wenn man ihn mitkocht. Getrockneter Thymian besitzt eine dreimal höhere Würzkraft, deshalb Vorsicht beim Dosieren. 

Thymian bevorzugt sehr trockene Standorte, mit kargen, sandig-steinige Böden in voller Sonne. Auf feuchten oder gar auf nassen Böden dedeiht er schlecht und verliert viel an Aroma.

Beim Thymian gibt es viele besondere Arten, z. B. Zitronenthymian, Lavendelthymian, Kümmelthymian, etc., etc., die Liste liesse sich lange fortsetzen.

Thymian kann laufend geerntet werden, doch kurz vor der Blüte ist das Aroma am stärksten. Werden die Triebe zur Ernte stark zurück geschnitten, dankt die Pflanze dies durch buschigeres Wachstum.

 

Zimt

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Zucker, Zimt und Reis gehören zusammen, und alles, was gesüsst wird, darf auch mit Zimt gewürzt werden: alle süssen Saucen und Suppen, Kompotte, Puddinge, alle warmen und kalten Obstspeisen, Marmeladen, Glühwein, Punsch, Kakao, Milchmixgetränke, Eiskaffee, schwarzer Kaffee und Tee, Rotkohl, süss-sauer eingelegte Kürbisse, Senfgurken, Pfeffergurken, Birnen, Mixed Pickles.

Gemahlener Zimt würzt Milchreis, Eis, süsse Breie, Kuchen, Weihnachtsgebäck (Zimtsterne und Zimtwaffeln, Zimtschnitten und Zimtröllchen), Lebkuchen, Bratäpfel,  Apfelstrudel, Cremes, Torten, Blech-Obstkuchen, Obstsalate, selbstgemachte Bonbons und Pralinen. Eine Prise Zimt sollte auch mitziehen in allen Stachelbeerspeisen und in salzigen, sämigen Bratensaucen, die mit Maisstärke oder Kartoffelmehl gebunden werden.

Während bei uns in Europa die Verwendung von Zimt meist auf Desserts und süsses Gebäck beschränkt ist, werden in der orientalischen Küche auch viele pikante Gerichte damit gewürzt. Zimt ist ja auch Bestandteil vieler Currys.

1 Prise oder 1 kleines Stück Zimt verfeinert viele geschmorte Fleischgerichte, allen voran solche mit Lamm- und Rindfleisch.

Gemahlener Zimt verliert schnell sein feinwürziges Aroma, während sich Zimtstangen gut verschlossen und vor wärme geschützt etwa 3 Jahre aufbewahren lassen; deshalb sollte man ganzen Zimtstangen den Vorzug geben, wenn man sie während der Zubereitung in Flüssigkeit ziehen lassen kann. Zimtpulver gehört eher an Gebäck und über fertige Gerichte.

Bei süssen Sachen ergänzt sich Zimt gut mit Nelken und Vanille. Im pikanten Bereich passt er zu Muskat, Chili, Cayennepfeffer und Koriander. Auf Kräuter (Ausnahme Petersilie) sollte bei Gerichten mit Zimt verzichtet werden

 

Zimt und Geschichte, Märchen, Wirtschaf, Gesundheit…

Zimt ist eines der ältesten Gewürze, das angeblich schon 3000 vor Christi in China verwendet wurde.

Der Handel muss schon früh begonnen haben, denn um 1600 v. Chr. –zu Davids und Salomons Zeiten- war Zimt als Gewürz und Zutat zum Räucherwerk für Kulthandlungen in Judäa bekannt. Der berühmte Arzt des Altertums, Hippokrates, brachte um 500 v. Chr. seine medizinische Bedeutung hervor, und der griechische Philosoph Theophrastos rühmt den Zimt als köstliches Gewürz, vor allem zum Wein. Der römische Kaiser Vespasian weihte den Göttern vergoldete Zimtkränze, und auf den üppigen Gastmählern dieser Zeit spielte Zimt als Gewürz, Arznei, Parfüm und als Räucherwerk eine grosse Rolle.

Über das Zimt-Herkunftsland wussten die arabischen Zwischenhändler viele Märchen zu erzählen, um ihren Gewürzmarkt nicht zu gefährden. Herodot (482 – 424 v. Chr.) berichtete, das der Zimt auf dem Grund eines Sees wachse, aber genaueres wusste er auch nicht. Die Araber behaupteten sogar, dass auch sie nicht genau wüssten, woher nun der Zimt stamme. Eine andere arabische Geschichte: Zimt kommt von den Zimtvögeln, die das Gewürz in ihren Nestern horten, und um es zu gewinnen, muss man die Nester mit Pfeil und Bogen schiessen.

Nach Mitteleuropa wurde der Zimt nachweislich im 9. Jahrhundert nach Christi eingeführt. Wegen seines hohen Preises kam er nur auf die Tische der ganz reichen Leute. Bezeichnend ist die Erzählung, wonach 1555 der Kaufherr Anton Fugger Schuldscheine von Karl IV vor den Augen des Kaisers in einem Kaminfeuer von kostbaren Zimtstangen verbrannte.

Die Portugiesen waren die ersten, die ein Handelsmonopol für Zimt und eine Schreckensherrschaft auf Ceylon errichteten. Abgelöst wurden sie von den Holländern, die ihnen in nichts nachstanden. Die Holländer liessen sogar indonesische Zimtbäume ausrotten, damit die Ceylon-Ernte übersichtlich und der Preis so hoch wie möglich gehalten werden konnte. Die damals allmächtige Holländisch-Ostindische Kompanie, die ja auch den Handel von Muskat und Gewürznelken beherrschte, führte blutige Zimt-Kriege mit den Portugiesen und den Ceylonesen.

1796 eroberten die Engländer Ceylon, und London wurde nun internationaler Zimt-Markt. Es blieb auch unter den Engländern beim strengen Monopol, bis 1853 der hohe Ausfuhrzoll aufgehoben wurde. Nicht aus reiner Menschenfreundlichkeit, sondern aus Notwehr, weil inzwischen in den holländischen Kolonien Indonesiens neue Zimtplantagen reiche Ernten abwarfen.

Nach dieser historisch und wirtschaftlich bedeutenden Entwicklung wurde der Zimt endlich billiger und eroberte sich in jedem Haushalt seinen Platz –vor allem neben Zucker und Reis.

Industriell findet Zimt Verwendung in der Parfümerie- und Seifenproduktion, bei der Likör- und Magenbitterherstellung, bei magenstärkenden und verdauungsanregenden Arzneien.

Zimt ist ein Gewürz aus de getrocknete Rinde vom immergrünen Zimtbaum. Es wird die dünne Innenschicht zwischen Borke und Mittelrinde benutzt für eine Zimtrolle, die sich zusammenrollt sobald sie vom Holz getrennt wird. Es werden sechs bis zehn Stück der feinsten Innenrinde ineinandergeschoben, und man lässt sie trocknen. Je dünner die Rinde, um so feiner das Aroma, das die Stange abgibt. Um die Qualität zu bestimmen gibt es für den Ceylon-Zimt ein eigenes Wertmass (Einheit: Ekelle). Der beste Zimt wird mit den Nummern (Ekellen) 00000 bewertet, dann sinkt die Qualität bis Ekelle 0, dann weiter über I bis Ekelle IV.

Der nach Europa importierte Gewürz –Zimt wird vielerorts als Qualität „Hamburg“ bezeichnet und gilt als schlechteste verfügbare Qualität, unterscheidet sich jedoch geschmacklich nicht von den anderen Qualitätsstufen, sobald er gemahlen ist. Für den europäischen Markt wird der Zimt fast immer gemahlen. Er ist bei uns vor allem in Verbindung mit Zucker, für Süssspeisen, Gebäck und Glühwein gebräuchlich, seltener für herzhafte oder scharfe Speisen oder Fleischgerichte.

Auch in Asien wird Zimtpulver zur Herstellung von Gewürzmischungen verwendet. Aus Herstellungsabfällen und Spänen wird zudem das Zimtoel gewonnen, das zum Aromatisieren von Likören sowie als Duftstoff in der Parfümerie verwendet wird. Regional werden die Blätter ähnlich wie Lorbeerblätter verwendet.

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Der Gewürzhandel unterscheidet zwischen dem in Sri Lanka heimischen Ceylon-Zimt und dem etwas schärfer würzenden, aus China stammenden Cassia-Zimt.

Im Unterschied zum Ceylon-Zimt wird beim Cassia-Zimt eine relativ dicke Rinden-Schicht zu einem Röllchen eingerollt.

Im billigeren Cassia-Zimt ist das als in hohen Dosen gesundheitsschädlich geltende Cumarin enthalten. In Fertigprodukten wird fast ausschliesslich dieser aus China, Indonesien oder Vietnam stammende Cassia-Zimt verarbeitet. Der Cumarin-Anteil beider Zimtsorten unterscheidet sich erheblich: Während er bei dem Cassia-Zimt bei ca. 2 g Cumarin pro Kilo liegt, finden sich in der gleichen Menge Ceylon-Zimt nur ca. 0,02 g Cumarin.

Cumarin kann bei Ueberdosierung und bei empfindlichen Menschen (kleine Kinder, Menschen mit Leberproblemen) Kopfschmerzen verursachen, bei extremer Ueberdosierung wahrscheinlich (bisher gibt es noch keine Studien am Menschen) Leberschäden, Leberentzündungen und sogar Krebs verursachen. Bei Kleinkindern mit einem Körpergewicht von 15 kg wäre die vom deutschen Bundesinstitut für Risikobewertung tolerierte Tagesdosis bei einem täglichen Verzehr von 6 Zimtsternen oder 100 g Lebkuchen ausgeschöpft.

Einen eindeutigen Beleg für die angebliche Gefährlichkeit von Cumarin beim normalen Gebrauch von cumarinhaltigen Gewürzen gibt es allerdings nicht. In allen Studien trat eine gesundheitsschädigende Wirkung erst nach extremen Ueberdosierungen bei Versuchen an Ratten auf. Alle Höchstwerte für die Ernährung erfolgen daher bisher ohne Wissenschaftliche Grundlage, und sind rein spekulativ. Es gibt bisher keinen einzigen bekannten Fall von Gesundheitsschädigung durch den Gebrauch von Cumarin.

Im häuslichen Bereich wird empfohlen den teureren Ceylon-Zimt zu verwenden, der in Asia-Shops, Reformhäusern, Apotheken oder Drogerien bezogen werden kann und auf Grund des geringen Cumarin-Gehalts als unbedenklich gilt.

Auf vielen Produktverpackungen von Zimtpulvern wird oft leider nicht die Zimtsorte deklariert, teilweise sind die Angaben auch falsch. Bei Zimtstangen ist der Unterschied für den Verbraucher möglich zu erkennen: während bei Cassia-Zimt eine relativ dicke Rindenschicht zu einem Röllchen eingerollt ist, ähnelt eine Ceylon-Zimtstange im Querschnitt einer angeschnittenen Zigarre –mehrere feine Rindenlagen sind zu einer Zimtstange gerollt, so dass ein vergleichsweise eng gepackter Querschnitt resultiert.

Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung wirft der Lebensmittelindustrie vor, aus Kostengründen den billigeren Cassia-Zimt anstelle des teureren Ceylon-Zimt einzusetzen. Die Lebensmittelindustrie bestreitet jedoch den Vorwurf mit dem Argument, dass Cassia-Zimt vor allem wegen seines hervorragenden Geschmacks eingesetzt werde. Auch überstehe das typische Zimtaroma den Backprozess besser. Weiterhin sei es schon aus mengenmässigen Gründen nicht möglich, den Ceylon-Zimt zu verwenden, da dieser dafür zu selten sei.

Als Heildroge wird die sogenannte Zimtrinde Cinnamomum Cortex verwendet. Es ist die von 1-2-jährigen Wurzelschösslingen oder Stockausschlägen geerntete, von der äusseren Schicht durch Abschaben befreite Rinde.

Viele frühere Indikationen für Zimt als Heildroge wurden inzwischen aufgegeben. Heute nutzt man noch die appetitanregende und verdauungsfördernde Wirkung, die durch die Anregung der Speichel- und Magensaftsekretion hervorgerufen wird. Entsprechend gibt man Zimt bei Verdauungsbeschwerden mit Völlegefühl und Blähungen, bei Appetitlosigkeit und leichten krampfartigen Schmerzen u. a. im Zusammenhang mit der Menstruation.

In therapeutische Dosen darf die Droge nicht während der Schwangerschaft oder bei Magen- und Darmgeschwüren angewendet werden.

 Quelle: Wikipedia und Ernsto Pauli

Aubergine

Die Aubergine wird auch Eierfrucht genannt weil die früheren Pflanzen-Sorten nur weisse oder gelbe Früchte von der Grösse eines Hühnereis trugen. Die heutigen Sorten bringen Früchte mit unterschiedlicher Grössen, Farbe und Formen – rund, oval, länglich, weiss, violett und fast schwarz, glatt und gestreift. Sie gehört zur Familie der Nachtschatten-Gewächse und ist dadurch u. a. mit Kartoffeln, Tomate und Paprika verwandt.

Die Auberginen stammen wahrscheinlich aus Asien (China, Indien) wo sie schon seit mehr als 4000 Jahren angebaut werden, Ägypten und Arabien,

Nach Europa kamen sie durch die Araber, die sie im frühen Mittelalter nach Spanien (Andalusien) brachten.

Wie könnte es bei Gemüse anders sein – auch Auberginen sind natürlich sehr gesund!

Man sagt ihnen Heilwirkungen nach, wir sehr geschätzt in der mediterranen Küche, die für ihren positiven Einfluss auf Herz und Kreislauf bekannt ist, und nicht zuletzt eignen sich Auberginen hervorragend für die „schlanke Küche“.

Sie soll heilend sein bei Rheuma und Nierenleiden; ihr Fruchtwasser fördert die Galle und senkt den Cholesterinspiegel im Blut; wird als ideale Kost für Diabetiker angesehen, wegen ihrer Nährstoff-Zusammensetzung.

Wenn man das Auberginen-Gericht mit wenig Fett macht (z. B. Ratatouille) ist sie die ideale Beilage, z. B. zu Reis, Teigwaren, Steak, Fisch, etc., und hat wenig Kaloriengehalt.

Die Auberginen sind sehr empfindlich auf Druck und direkten Sonne. Da sie leicht austrocknen, sollte man sie in Küchenfolie und im Kühlschrank aufbewahren.

 

Die Aubergine ist ein weltweites geschätztes Gemüse, das vor allem gekocht, gegrillt und gebraten wird. Die europäische Aubergine ist wegen ihre Bitterstoffe nicht zum Rohverzehr geeignet.

Um die Bitterstoffe zu entziehen, schneidet man die Aubergine in Scheiben oder der Länge nach, salzt sie leicht, beträufelt sie mit wenig Zitronensaft und lässt sie für ca. 1 Std. auf einem Kuchen-Gitter stehen damit die austretende Flüssigkeit abtropfen kann. Dann werden die Aubergine-Scheiben gewaschen und abgetrocknet. Jetzt kann sie weiter verarbeitet werden.

Eine Delikatesse ist die Ratatouille, aus der französischen Provence. Sehr fein ist auch die griechische Moussaka; oder die italienische Parmigiana di melanzane; oder gefüllten Auberginen-Hälften mit Hackfleisch, Pilzen, Käse, Reis, etc.; oder Auberginen-Scheiben in Backteig; oder in Scheiben auf dem Grill gebraten…

Basilikum

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Das Basilikum wurde wahrscheinlich erst in Indien kultiviert, wo es noch heute als heilige Pflanze verehrt wird. Die Griechen haben das Basilikum durch Alexander der Grosse kennengelernt und ihm den Namen Königskraut gegeben. Der Name Basilikum leitet sich vom griechischen Basileus -König- ab.

Das Basilikum ist eine Gewürzpflanze, aber auch eine Heilpflanze.

Als Gewürzpflanze wird es besonders in der Mediterranen Küche gebraucht. Besonders zusammen mit Tomaten entfaltet er sein unvergleichliches Aroma.

Am besten isst man Basilikum frisch, weil er dann ein herrliches Aroma hat. Die Blätter sollten nicht mitkochen und erst ganz zum Schluss den Speisen beigegeben werden. Der getrocknete Basilikum kann leider mit den frischen Blättern nicht mithalten. Von Basilikum gibt es mittlerweile eine grosse Sortenvielfalt mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen.

Als Heilpflanze hilft es gegen Darminfektionen, Verstopfung, Blähungen, Magenkrämpfe, Fieber, Gicht, Blasenentzündung, Nervenschwäche, Migräene, Wechseljahrenbeschwerden, Hautabschürfungen, schlecht heilende Wunden, Insektenstiche. Es wirkt antibakteriell, beruhigend, harntreibend, krampflösend, schleimlösend, schmerzstillend, schweisstreibend, darmreinigend, Libido steigernd. hilft es gegen Darminfektionen, Verstopfung, Blähungen, Magenkrämpfe, Fieber, Gicht, Blasenentzündung, Nervenschwäche, Migräene, Wechseljahrenbeschwerden, Hautabschürfungen, schlecht heilende Wunden, Insektenstiche.Basilikum

Zum Beispiel eine Tasse Tee nach jeder Mahlzeit wirkt verdauungsfördernd. Frische, zerriebene Blätter helfen gegen Insektenstiche. Äusserlich als Waschung, Bad oder Umschlag angewandt kann Basilikum-Tee gegen schwer heilende Wunden und Hautabschürfungen helfen. Das ätherische Öl hilft gegen Insektenstiche, nervöse Schlaflosigkeit und Migräne. Entweder äusserlich aufgetragen oder in der Duftlampe.